Die Partnerwahl
Evolutionspsychologen sind der Meinung, dass Menschen auch heute noch bei der Partnerwahl Verhaltensmuster unterliegen, die uns durch unsere Vorfahren genetisch überliefert wurden. Die "Steinzeit-Psyche" führt dazu, dass Männer immer noch junge hübsche Frauen bevorzugen und Frauen auf Status- und Beschützerinstinkte bei der
Männerwahl achten. Aus Sicht der Humanethologen ist die Schönheit als Indiz für gesunde Gene auch weiterhin bei der Partnerwahl für beide Geschlechter bestimmend. Immer mehr Geld und Energie steckt der moderne Mensch in die Pflege und Schönheit seiner Person. Die gesunde und kräftige Ausstrahlung als Zeichen eines intakten Immunsystems, wirkt vor allem noch auf Frauen.
Der Ursprung liegt nach Überzeugung der Wissenschaftler in den Partnerschaftskriterien unserer Vorfahren, die sich vor Millionen von Jahren in der afrikanischen Savanne herausgebildet hatten, wo kriegerische Auseinandersetzungen zum Alltag gehörten. Gute Jäger und Beschützer hatten auch immer bessere Karten beim weiblichen Geschlecht. Für Frauen und Kinder waren die gesunden und kampferfahrenen Männer eine sichere Zukunft. Die Qualitätskriterien des Steinzeitmenschen wirken auch heute noch unbewusst sehr stark nach. Meist entscheiden wir nach wenigen Sekunden des Kennenlernens, welcher Partner für uns der Richtige ist. Eine Schlüsselrolle kommt dem Gesicht zu. Unabhängig von der Rasse, dem Alter oder dem Geschlecht, empfinden Menschen dieselben Merkmale ihres Gegenübers als attraktiv oder abstoßend. Eine großangelegte amerikanische Studie in 37 Kulturen belegte, dass wir uns von Anzeichen der Gesundheit, wie glatte Haut, weiße Zähne und andere Äusserlichkeiten, bei der Beurteilung anderer Menschen maßgebend leiten lassen. In anderen Studien wurde herausgefunden, dass wir vornehmlich mit anderen sympathisiere, die uns von Gesichtsausdruck ähnlich sind. Auch die Harmonie der Bewegung ist für die Partnerwahl von großem Interesse.